- Grundschule Weiler zum Stein

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Schule

Die Geschichte der Schule in Weiler zum Stein

Jedes Kind muss zur Schule gehen. Ist es da nicht auch einmal spannend etwas über die Geschichte der Schule zu erfahren?

Wir haben uns für einen Ausschnitt aus der Geschichte der Grundschule Weiler zum Stein entschieden.
Die komplette Fassung können Sie am Ende der Seite lesen.

Früher wurden die Kinder vom Mesner-Schulmeister in meist sehr kleinen, engen und baufälligen Mesnerhaus unterrichtet und wenn der Platz nicht ausreichte musste man in einen Raum des Pfarrhauses, des Rathauses, im Hirtenhaus oder in einer Bauernstube unterkommen. Die Schaffung von Schulräumen scheint zu allen Zeiten ein großes Problem gewesen zu sein. In dieser Zeit kam es zum ständigen Wechsel der Schulmeister.

Am 11. November 1726 wurde das erste Schulhaus in Weiler zum Stein bezogen.
Dieses erste Schulhaus von Weiler zum Stein stand nördlich der Kirche. Noch heute kündet der Straßenname „Schulberg“ vom Standort des ersten Schulhauses (Friedrich-Köhnleinstr. 17). Bereits 1742 musste das Schulhaus wegen Baufälligkeit abgerissen werden und wurde an der gleichen Stelle neu aufgebaut. Auch dieses Gebäude kam in Jahre. Da sich das alte Schulhaus im schlechten Zustand befand, benötigte man alsbald ein neues Schulhaus.
Am 12. November 1833 konnten 137 Schüler, 66 Buben und 71 Mädchen, mit ihrem Lehrer in das neue Schul- und Rathaus einziehen.

Nach Kriegsende dauerte es geraume Zeit, bis an der Schule wieder einigermaßen geordnete Zustände herrschten. Die Schülerzahlen waren unerträglich hoch. Im Jahre 1948 waren es 147 Schüler. So wurde mit Beginn des Schuljahres 1948/49 eine dritte Lehrerstelle errichtet, die man bereits schon im Jahre 1911 erwogen hatte. Sie wurde am 6. September 1948 mit dem Schulhelfer Rainer Engel besetzt. Für die zusätzliche Klasse fehlte aber ein Schulraum. Man behalf sich so gut es ging, indem man fürs erste die Dienstwohnung des unständigen Lehrers als Klassenzimmer benützte. Im November 1949 fand man eine bessere Lösung. Der Bürgermeister stellte seine Amtsräume als Schullokal zur Verfügung und bezog dafür seinerseits die Dienstwohnung.

Zehn Jahre dauerte dieses unbefriedigende Provisorium bis am 4. Juli 1959 das neue Schulhaus eingeweiht werden konnte. Die Gemeinde feierte drei Tage lang dieses wichtige Ereignis. Das neue Haus bot Platz für fünf Klassen, dazu gab es noch einen Ausweichraum und ein Lehrerzimmer. Es blieb aber zunächst noch bei drei Klassen, denn die Schülerzahl war im Schuljahr 1959/60 auf 106 zurückgegangen. Im Schuljahr 1956/57 waren es sogar nur noch 79 Schüler. Dann aber stiegen die Schülerzahlen sprunghaft an bis auf 195 im Kurzschuljahr 1966. Vom Schuljahr 1963/64 an war die Schule vierklassig (157 Schüler). 1966 wurde eine 5.Lehrerstelle beantragt, doch machte der Lehrermangel die Einrichtung dieser Stelle unmöglich.
Am 1. April 1961 übernahm Oberlehrer Oskar Sauter, der seit dem 1.November 1959 in Weiler zum Stein unterrichtete, die Schulleitung.

Im Schuljahr 1966/67 erfuhr das Schulwesen unseres Landes eine große Veränderung. Die Schulpflicht wurde um ein Jahr verlängert. An die Stelle der Volksschule traten die Grundschule (Schuljahr 1 bis 4) und die Hauptschule (Schuljahr 5 bis 9). Der Beginn des Schuljahres wurde von Ostern auf den Herbst verlegt. Um diese Umstellung zu erleichtern, gab es vom April 1966 bis Juli 1967 zwei Kurzschuljahre. Weiler zum Stein gehörte damals zum Schulamtsbezirk Backnang und so musste seine Schule zusammen mit der von Affalterbach eine gemeinsame Hauptschule bilden. Dabei bekam Weiler zum Stein die Klassen 5 und 6, die Schüler der Klassen 7 bis 9 gingen in Affalterbach in die Schule. Erst vom Schuljahr 1969/70 an schlossen sich Weiler zum Stein, Leutenbach und Nellmersbach zu einem Schulverband zusammen. Der Sitz der Hauptschule ist seitdem in Leutenbach.
Nachfolger von Herrn Oskar Sauter war der Hauptlehrer Dieter Veit, der im September 1970 nach Weiler zum Stein gekommen war. Am 24.Oktober 1972 wurde er offiziell zum Schulleiter ernannt. Er blieb aber nur noch drei Jahre auf dieser Stelle. Die Schule wurde nun kommissarisch von Oberlehrerin Ute Knura geleitet.

Am 8.Oktober 1976 wurde dann Oberlehrer Eberhard Schiedt als neuer Rektor der Grundschule Weiler zum Stein in sein Amt eingeführt. Damals besuchten 245 Kinder in acht Klassen die Schule. Es herrschte Raummangel. Sogar ein früherer Duschraum musste als Klassenzimmer benutzt werden. Erst durch einen Anbau konnte der Raummangel 1977 behoben werden. Für Schulleiter, Sekretärin und für das Lehrerkollegium gab es nur ein einziges gemeinsames Zimmer. Nicht einmal jeder Lehrer hatte eine Sitzgelegenheit. Diese unerträgliche Raumsituation änderte sich erst im Jahre 1989, als die Gemeinde Leutenbach ein Rektorat und ein Sekretariat anbaute. Im Jahr 1991 baute die Gemeinde den Sportplatz bei der Gemeindehalle um. Er erhielt ein Kunstrasenfeld, eine 50-m – Bahn und eine Weitsprunggrube. Ab dem Schuljahr 1992/93 wurde der schulfreie Samstag eingeführt. Die Grundschüler lernten ab dem Schuljahr 2003/2004 eine Fremdsprache, nämlich Englisch.
Bis zu seiner Pensionierung am 31.Juli 2007 leitete Rektor Schiedt beinahe 31 Jahre die Grundschule Weiler zum Stein.

Sein Nachfolger wurde
Lehrer Heinz Wolfmaier, der von der Grundschule Birkmannsweiler kam.

Zwischen den Jahren 2008 und 2011 wurde unser Schulgebäude optisch und energetisch saniert. Die Klassenstufen sind ein- oder zweizügig.
Unsere Profile Bewegung, Lesen, Soziales Lernen und Naturbegegnung werden intensiv gepflegt und gelebt.
Eine intensive Zusammenarbeit besteht auch zwischen der Grundschule, den Vereinen des Ortes sowie dem Naturschutzbund.


Die ausführliche Geschichte der Schule in Weiler zum Stein


Die Geschichte der Schulhäuser in Weiler zum Stein

Vielen Dank an Herrn Schiedt und Herrn Herrschlein für das zur Verfügung gestellte Material!

Eberhard Schiedt

Quellen:
ARCHIV der Gemeinde LEUTENBACH
Herr Herrschlein (Bildmaterial)

 
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